Wie ein Abgeordneter durch Berlin - Leo Dammer bei Zukunftsdialog der SPD-Bundestagsfraktion

Veröffentlicht am 06.05.2013 in Jusos in Aktion

links: Leo Dammer

Leo Dammer (15), Sprecher der Juso-Schüler*innen, hat am Planspiel der SPD-Bundestagsfraktion teilgenommen. Nun teilt er uns seine Eindrücke mit.

6:32 Uhr – Um diese Uhrzeit muss man in einen ICE nach Berlin einsteigen, wenn man noch vor dem Mittagessen dort ankommen möchte. Denn mit dem Mittagessen auf der Fraktionsebene des Deutschen Bundestages beginnt der SPD-Zukunftsdialog 2013. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein viertägiges Planspiel der SPD-Bundestagsfraktion, an dem ca. 150 Jugendliche aus ganz Deutschland teilnehmen und die Arbeit der SPD-Bundestagsfraktion nachstellen. Man wählt eine*n Fraktionvorsitzende*n und Stellvertreter*innen und man begibt sich in eine Arbeitsgruppe, die sich jeweils mit Themen wie Arbeit, Bildung, Demokratie, Integration, Gegen-Rechtsextremismus und Familie beschäftigt. Es werden AG-Sprecher*innen gewählt und zusammen werden eigene Anträge erarbeitet, andere Anträge überarbeitet und am Ende der gesamten Planspiel-Fraktion (also alle 150 Leute) vorgelegt. Dann wird abgestimmt und oft geht es auch zur Sache. Denn wenn es heißt Gegenrede, dann wird der eigene Antrag natürlich verteidigt! Die angenommenen Anträge werden anschließend der richtigen SPD-Bundestagsfraktion übergeben. Bei den ganzen Prozessen wird man von Referenten, Mitarbeitern und Politikern wie z.B. Wolfgang Thierse und Frank-Walter Steinmeier unterstützt. Das Besondere ist, dass sie nicht eingreifen, sondern nur beraten.

Das alles findet im Saal der echten SPD-Bundestagsfraktion statt. Dieser befindet sich auf der Fraktionsebene im Bundestagsgebäude und ist für einfache Besucher*innen nicht zugänglich. Dadurch kommt vor allem das besondere Gefühl der Faszination auf. In diesen vier Tagen bekommt man nämlich neben dem Planspiel einen großen Teil vom politischen Berlin zu sehen und zu spüren. Man ist mit Abgeordneten in der S-Klasse durch Berlin gefahren, hat in der Landesvertretung von Baden-Württemberg zu Abend gegessen, bekam auf einem Wirtschaftsempfang den Parteivorstand zu Gesicht und entdeckte neben dem Berliner Nachtleben auch das Regierungsviertels, dass ,obwohl es mitten in Berlin liegt, ein unglaublich stiller Ort ist.

Das bedeutete eine Menge Spaß, aber auch eine Menge Erkenntnis. Denn neben dem ganzen Nebenprogramm, lernt man wie man Sitzungen führt, Anträge bearbeitet und diese dann auch präsentiert. Außerdem ist man mit 150 anderen Jugendlichen zusammen, von dem sicher auch welche Youngsters der SPD sind. Es macht wahnsinnig viel Spaß mit anderen politisch interessierten Jugendlichen zu diskutieren, sich auszutauschen und natürlich auch feiern!

Für Hin-und Rückreise, Verpflegung und Unterkunft wurde bestens gesorgt. Dafür gab es schulfrei und die Kosten wurden übernommen.

 

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