Tests zu deutscher Abstammung in deutschen Burschenschaften – Rassismus darf keinen Platz in der Gesellschaft finden!

Veröffentlicht am 18.06.2011 in Pressemitteilungen

Der Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ forderte anlässlich des „Burschentags“ vom 15. – 19.06.11, sämtliche Unterorganisationen dazu auf, die Aufnahme eines neuen Mitgliedes von dessen „deutschen Abstammung“ abhängig zu machen.

Anlass für diese Forderung ist die Aufnahme eines Mitgliedes deutscher Nationalität, mit chinesischem Migrationshintergrund, in die Mannheimer Burschenschaft Hansea. Überraschend ist die extrem konservative Einstellung von Burschenschaften nicht, jedoch widerspricht sie ihrem eigenen Grundsatz: „Die Demokratie ist das allgegenwärtige Prinzip im Umgang miteinander.“

Geschockt zeigen sich die Jusos Mannheim angesichts solch einer primitiven wie auch beschämenden Haltung seitens des Burschenschaften-Dachverbands: „Nur der Gedanke an die Forderung eines faktischen Rassentests löst in unserer demokratischen und weltoffenen Universitätsstadt Mannheim bereits Unverständnis und Entsetzen aus,“ verdeutlicht Saskia Wendt von den Juso-Hochschulgruppen Mannheim die Position der Jusos.

Sandra Seidenglanz, stellvertretende Vorsitzende der Jusos Mannheim, ergänzt: „Die Forderung nach reiner deutscher Abstammung, wird in Deutschland mit dem Gedankengut des Nationalsozialismus gleichgesetzt. Gedankengut das weder in unserer Mitte, noch in Deutschland überhaupt jemals wieder Platz finden soll.“ Für die Jusos Mannheim ist klar: Sozialdemokratie und Burschenschaft lassen sich nicht vereinbaren!

 

Jusos auf Facebook

Unsere Tipps