Jusos und Schwusos informierten zum Internationalen Tag gegen Homophobie

Veröffentlicht am 18.05.2012 in Jusos in Aktion

Die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten und die Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen (Schwusos Baden-Württemberg) informierten am Donnerstag 17.5.2012 zum Internationalen Tag gegen Homophobie. Symptomatisch für die Nicht-Behandlung dieses Themas im Rahmen des Kirchentages konnte der Infostand nicht bei den Ständen des katholischen Kirchentages (Planken/Breite Straße) aufgebaut werden. Der Infostand der Schwul- Lesbischen Initiative Mannheim (SchLiMm) musste auf die verlängerten Planken beim Quadrat E3 ausweichen - deutlich räumlich separiert von den Ständen des katholischen Kirchentages.

Schwusos und Jusos beteiligten sich am Gemeinschaftsstand der Schwul-lesbischen Initiative Mannheim (SchLiMm) und waren personell stark vertreten. Die Schwusos Landesvorsitzenden Hans-Peter Alter und Sabine Berger besorgten eigens für diesen Tag, T-Shirts und Buttons mit dem Aufdruck

I See
you as Part
of Diversity

(Ich sehe Dich als Teil der Vielfalt). Der Juso-Vorsitzende Christian Dristram hatte einen gemeinsamen Flyer der Jusos und der ALS Mannheim gestaltet, die auch auf dem CSD im August verteilt werden sollen.

Die SPD OV-Vorsitzenden Andrea Hillenbrand und Evi Korta-Petry, sowie der Fraktionsvorsitzende der SPD Gemeinderatsfraktion Ralf Eisenhauer fanden den Weg zum Infostand. Mit unserem Bundestagsabgeordneten Stefan Rebmann ging dann eine große Gruppe hinter der Schwusosfahne in Richtung Polizeipräsidium. Unser Weg führte mitten durch die Katholikentagsbesucherinnen und Besucher. Hier wurde auch reichlich unserer Infoflyer verteilt. Stellvertretend für die Polizeipräsidentin Carren Denner wurde die Gruppe vom Personalratsvorsitzenden Egon Manz in Empfang genommen. Auch einige Polizeibeamtinnen und Beamte hörten dann der Ansprache von Stefan Rebmann zu.
In dieser Ansprache ging Stefan Rebmann auf die Opfer des Paragraphen 175 ein. Dieser Paragraph ermöglichte es den Nazis, Homosexuelle zu verfolgen und in das KZ zu sperren wo viele von ihnen starben. Auch nach dem Krieg war es nicht möglich eine Entschädigung zu beantragen, da der §175 weiter bestand. Homosexualität wurde erst 1969 teilweise nicht mehr unter Strafe gestellt. abgeschafft wurde der §175 erst nach der Wiedervereinigung 1989. Ausdrücklich wurde Harald Blaull genannt, der es ermöglichte, dass die Stadt Mannheim am Holocaustgedenktag (27. Januar) vor zwei Jahren auch der Homosexuellen Opfer gedachte. Dann wurde zur Schweigeminute für die Opfer aufgerufen.

Danach dankte Stefan allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den Organisatoren. Unter lang anhaltendem Beifall dankt er der Polizei für Ihren Einsatz am 1. Mai 2012 bei der Demonstration gegen die Nazis in Neckarau. Viele gute Gespräche fanden noch am Infostand statt. Mannheim bleibt Bunt!

 

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