Jusos Mannheim gegen die Einführung von kostenpflichtigen Studierfähigkeitstests

Veröffentlicht am 21.03.2011 in Pressemitteilungen

Die Schwarz-Gelbe Landesregierung plant ab dem Sommer weitere Hürden beim Hochschulzugang. Studieninteressierte, die in Baden-Württemberg studieren wollen, müssen Studierfähigkeitstests ablegen. Das Abitur würde in diesem Zug enorm an Wert verlieren. Die genaue Ausgestaltung des Verfahrens und der Tests ist jedoch noch unklar.

Die Tests sollen darlegen, ob die Studieninteressierten tatsächlich fähig sind, das Studium erfolgreich zu beenden. Die hier geplanten Tests sind jedoch nur Momentaufnahmen und haben gegenüber dem Abitur keine bessere Vorhersagekraft für den Studienerfolg. Martin Hoffmann, kooptiertes Mitglied im Juso-Kreisvorstand und Mitglied der Juso-Hochschulgruppe führt dazu aus: „Die Tests machen den Zugang zum Studium noch ungerechter und unvorhersehbarer; eine logische Erklärung für die Einführung kann die Schwarz-Gelbe Landesregierung nicht geben. Wir Jusos fordern einen gerechteren Zugang zum Studium und die Abschaffung von Studiengebühren, anstatt weiter unsoziale Hürden einzubauen.“

Auf die Studieninteressierten kann unter Umständen ein enormer finanzieller und zeitlicher Aufwand zukommen, denn der kostenpflichtige Test muss für jedes beschränkte Fach und für jede Hochschule einzeln abgelegt werden.

Der Juso-Kreisvorsitzende Basim Aawais fordert abschließend: „Es findet eine Selektion aufgrund des Geldbeutels statt, anstatt das große Potential an jungen Menschen nach Baden-Württemberg an die Hochschulen zu holen. Dies stellt einen großen Standortnachteil für die lokalen Hochschulen dar – profitieren werden nur die Testinstitute. Das dürfen wir nicht zulassen!“

 

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