Jusos kritisieren menschenfeindliche Äußerungen von Innenminister Friedrich und werben für größere Akzeptanz

Veröffentlicht am 16.10.2012 in Pressemitteilungen

Die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten (Jusos) im Kreisverband Mannheim verurteilen die menschenfeindlichen Äußerungen von Innenminister Hans-Peter Friedrich zur angedachten Kürzung von Bezügen und zur Formulierung strengerer Einreiseregeln für Roma aus Serbien und Mazedonien scharf. Roma migrieren in der Regel nicht aus freiem Wunsch  nach Deutschland, sondern werden durch den alltäglichen Rassismus in ihren Herkunftsländern hierzu bewegt.

„Bundesinnenminister Friedrich stellt sich mit seinen Äußerungen wieder einmal selbst ins Aus“, äußert sich Christian Dristram, Vorsitzender der Kreis-Jusos. „Wir Jusos treten für eine tolerante Gesellschaft ein. Wenn Menschen ihre Heimat verlassen oder gar verlassen müssen, um sich und ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen, dann ist das ein ehrenwertes Motiv und keine gezielte Ausnutzung des deutschen Sozialsystems!“, so Dristram weiter. Die Jusos betonen, dass das Urteil des Bundesverfassungsgerichts über die Rechtswidrigkeit der zu niedrigen Bezüge von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern für alle Zugewanderten gilt. Es ist an den deutschen Behörden die Anträge zu prüfen, ob Asyl gewährt werden kann oder nicht. Dass sich nun einzelne Politikerinnen und Politiker über diese Prozesse erheben, ist nicht akzeptabel“,  konstatiert der Kreisvorsitzende.

„Alle, die voreilig über Asylbewerberinnen und Asylbewerber richten, sollten sich zunächst über die Situation in den Herkunftsländern informieren. Dabei wird schnell deutlich, dass die Menschen nicht einfach so den Ort verlassen, an dem sie verwurzelt sind“, kommentiert Mai Nguyen, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation. „Anstatt fremdenfeindliche Positionen zu äußern, sollten wir uns auf die Verbesserung der Situation der Asylbewerberinnen und -bewerber konzentrieren. Diese Menschen werden trotz teilweise traumatisierender Erfahrungen häufig unwürdig behandelt. Wir fordern sie zu unterstützen, ihre Talente zu fördern und als ersten Schritt das Berufsverbot abzuschaffen “, so Nguyen.

Die Jusos Mannheim setzen sich seit langem mit dem Thema Asyl auseinander. Gegenwärtig organisieren die Jusos eine Kleiderspende für die Gemeinschaftsunterkunft in der Pyramidenstraße. Gesucht werden insbesondere Wolldecken, Winterschuhe und Winterkleidung. Spenderinnen und Spender wenden sich bitte an: christian.dristram@jusos-mannheim.de.

 

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