Jusos diskutieren bei F7-Seminar

Veröffentlicht am 10.11.2013 in Veranstaltungen

Die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten (Jusos) Mannheim haben am 26. und 27. Oktober auf einem zweitägigen Seminar über Migration, Waffenhandel, Steuern, Rassismus und Familie diskutiert. „Unser Angebot war vielfältig und hat viele neue Mitglieder und auch interessierte junge Menschen angesprochen, die noch kein Mitglied bei uns sind.“, kommentiert Christian Dristram, Vorsitzender der Mannheimer Jusos.

Die Jusos luden zum zweiten Mal zu ihrem „F7-Seminar“ ein, das nach den Räumlichkeiten in F7, 22-23 benannt ist, in denen die Jusos sich treffen.  Knapp 30 junge Menschen zwischen 15 und 32 Jahren tauschten sich mit Expertinnen und Experten über aktuelle Themen aus. 

Maria Carciumaru, Absolventin des Masterstudienganges International Development Studies, von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) referierte über den Zusammenhang von Migration und dem Fachkräftemangel. Sie zeigte diverse theoretische Modelle, beispielsweise der zirkulären Migration, auf und bezog sich in ihren Ausführungen insbesondere auf die Auswirkungen des Fachkräftemangels auf den Pflegebereich. Die Jusos waren sich in der Diskussion einig, dass mehr zu einer echten Entwicklungspolitik gehört als nur der Austausch oder die Zirkulation von Fachkräften.

Als Gast konnten die Jusos auch Otto Reger vom Friedensplenum Mannheim begrüßen. Er informierte die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten über Zahlen zum Thema Waffenhandel und machte auf die exponierte Stellung Deutschlands aufmerksam. Interessiert zeigten sich die Jusos daran, dass mehr als 10 Prozent der der deutschen Waffenexporte zwischen 2000 und 2012 nach Griechenland gingen. 

Als Tagesabschluss konnten sich die Jusos Mannheim über den Besuch des finanzpolitischen Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion und Heidelberger Bundestagsabgeordneten Lothar Binding freuen. Er zeigte mit Unterstützung seiner berühmten Flipchart-Technik wie das Steuersystem funktioniert und warum Steuererhöhungen kein Selbstzweck seien. „Es gilt wichtige Zukunftsprojekte zu gestalten, da muss die Frage nach der Finanzierung gestellt werden.“, meint Mai Nguyen, stellertretende Juso-Kreisvorsitzende.

Am Sonntag begann der Seminartag mit einem interaktiven Workshop zum Thema „Strategien gegen Alltagsrassismus“, der von Ansgar Drücker, Geschäftsführer des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e.V. (IDA) Düsseldorf, geleitet wurde. Dabei haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst Erfahrungen von Alltagsrassimus reproduziert und diese anschließend reflektiert. Daraus erwuchs vor allem die Strategie der dauerhaften Sensibilisierung des persönlichen Umfeldes für Themen des Alltagsrassismus und allgemeiner Diskriminierung.

Annette Hillerich, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und Promoventin, rundete das Seminarwochenende ab und referierte über familienpolitische Leistungen in Deutschland. Das ZEW hatte dazu kürzlich eine Evaluationsstudie vorgestellt. Die Jusos waren erstaunt über die Vielzahl der Familienleistungen und freuten sich, dass ihre Position der Abschaffung des Ehegattensplittings weiter empirisch unterfüttert wurde.

„Das Seminar war ein voller Erfolg. Wir haben uns über viele Themen informiert und werden nun an der ein oder anderen Stelle Anknüpfungspunkte für unsere weitere Arbeit definierten.“, schließt Christian Dristram.

 

 

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