Get it together – Respekt und Anerkennung statt Koks und Nutten

Veröffentlicht am 05.12.2008 in Jusos in Aktion

Am 18. Oktober 2008 war es endlich soweit: „Get it together“ fand in Mannheim im alten Stadion der Adler Mannheim, dem Friedrichspark, statt. Nach erfolgreichen Konzerten in Konstanz, Karlsruhe und Stuttgart hatten sich die Jusos Mannheim das Ziel gesetzt über 500 Besucher begrüßen zu können.

Was während der 12-stündigen Plakatieraktion in der insgesamt 180 Plakate in Mannheim sowie in Ludwigshafen, Heidelberg und Schwetzingen verteilt, geklebt und gehängt wurden sich noch keiner hätte träumen lassen, war am Abend jenes Samstags Gewissheit: Über 800 Hip-Hop Fans hatten den Weg in das ehemalige Eisstadion gefunden, um an diesem Riesenevent teilzuhaben.

Der Tag begann zunächst vielversprechend. Als die Jusos früh morgens sich zum Aufbauen und Vorbereiten mit den Addictz trafen, herrschte Sonnenschein und keine Wolke trübte den Himmel. Im Gegensatz zu den Veranstaltungen in Konstanz und Karlsruhe, wo es zeitweise regelrecht schüttete, also beste Vorraussetzungen für eine Hip-Hop Jam .

Pünktlich um 12 Uhr fingen wir an mit der ersten der drei klassischen Hip-Hop Disziplinen: Graffiti war an der Reihe. Im Rahmen eines landesweiten Contests waren die Sieger der Graffiti- Vorentscheide aus den anderen Städten nach Mannheim gekommen und sahen sich nun in der Lage völlig legal den Innenraum des Stadions mit Hilfe der Sprühdosen ansehnlich urban zu bereichern. Während diese Jungs vor Kreativität nur so sprühten, wurde an anderer Stelle der schachbrettgemusterte PVC-Boden ausgerollt, um als Bühne für die Tanzende Zunft zu dienen: B-Boying und Breakdance war an der Tagesordnung!
In beindruckender Manier bewegten sich die Jungs und Mädels von True Rokin Soul zu den Beats aus den Boxen der Addictz.

Im Anschluss folgte der Programmpunkt der Open-Mic Stage. Die Aufmerksamkeit der Massen wurde von zwei Protagonisten auf sich gezogen, die sich die Wörter um die Ohren hauten. Unterstützt und angeheizt wurde der Battle vom immer wieder aufbordenden Applaus des Publikums. Das Kostenlose Nachmittagsprogramm neigte sich damit dem Ende zu, es wurde jedoch nahtlos zu dem Konzertteil übergeleitet, wo sich zunächst Künstler der Addictz die Klinke in die Hand gaben, um dem Publikum so richtig Lust auf durchdachte Hip-Hop Musik zu machen.

F.R., Olli Banjo sowie Mainconcept taten ihr übriges um den Leuten einzuheizen. Spätestens als Too Strong und Torch auftraten kochte die Menge und gab immer wieder kollektive Begeisterungsstürme von sich.
Für erschöpfte sowie durstige Besucher Standen die Jusos an zwei Bars um wirksames gegen trockene Kehlen auszuschenken sowie am Merchandise-Stand, wo sich die Jungsozialisten vorbehielten Tour-Shirts der Reihe „Get it together“ individuell, originell aber schnell nach Kundenwunsch per Hand selbst zu drucken.

Was rückblickend bleibt, ist das gute Gefühl angewande Sozialpolitik vom Feinsten gestaltet und durchgeführt zu haben, für eine ursozialdemokratische Klientel, namentlich junge, urbane Männer und Frauen. Der Tag war für alle die da, die sich für Kunstformen interessieren, die medial kaum transportiert werden. Mit dem Motto „Get it together – Respekt und Anerkennung statt Koks und Nutten“ haben die Jusos Mannheim all denen eine kostenlose Plattform gegeben, sich selbst zu präsentieren, ohne Möchtegern-Ghetto-Attitüde oder einer exorbitant großen Fülle mehr oder weniger abgenutzten Beleidigungen gegenüber Anderen.

Die Jusos Mannheim haben mit diesem Event, wie auch schon im Jahr 2007 mit den „Urban Vibes and Working Class“ gezeigt, dass sie die Jugend in Mannheim ansprechen und Mannheims Jugend auf ihre Art und Weise Ausdruck verleihen. Über 800 Menschen unter dem Juso-Banner auf der Bühne sprechen eine klare Sprache!

Für die Jusos Mannheim,
Thomas C. Walter

 

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