BAföG-Erhöhung: Jusos fordern echte BAföG-Reform

Veröffentlicht am 24.07.2014 in Pressemitteilungen

Die Ankündigung von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) über eine BAföG- Erhöhung ab Wintersemester 2016 stößt bei den Jusos Mannheim grundsätzlich auf Zustimmung. „Wir begrüßen, dass sich die große Koalition in Berlin nun doch entschlossen hat, etwas für die Studierenden zu tun, obwohl das BAföG im Koalitionsvertrag mit keinem Wort erwähnt wurde. Eine substantielle BAföG- Reform ist aber ausgeblieben“, kommentiert die Juso- Kreisvorsitzende Jessica Rauch die Mitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Der BAföG- Satz soll um 7% aufgestockt werden. Inklusive einer Erhöhung des Wohnungszuschusses steigt der maximale Fördersatz damit von 670 Euro auf 735 Euro.

„Die Reform ist eine Verbesserung für die rund 630.0000 BAföG- Empfängerinnen und - empfänger. Die Aufstockung reicht jedoch nicht einmal um den Preisanstieg seit der letzten BAföG Erhöhung in 2010 zu decken. Hier muss die Große Koalition noch nachbessern", merkt der Juso- Kreisvorsitzende Florian Nowack an.

„Dass mehr Studierende durch die Erhöhung des Einkommensfreibetrags der Eltern vom BAföG profitieren werden und endlich die Lücke zwischen Bachelor und Master ab 2016 überbrückt werden kann, sind gute Impulse“, ergänzt Max Meisenheimer, der für die Juso- Hochschulgruppe der Universität Mannheim in der Landeskoordination der Juso- Hochschulgruppen Baden- Württemberg mitwirkt. Die Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung darf laut Jusos aber nicht zu Ende sein: „Wir müssen offen über ein elternunabhängiges BAföG diskutieren. Nur so kann eine freie Ausbildungswahl gewährleistet werden. Weiterhin stellt sich die Frage, ob es der richtige Weg ist, Studierende mit mehreren Tausend Euro Schulden in den Arbeitsmarkt zu entlassen. Ein Vollzuschuss, wie er unter der Kanzlerschaft Willy Brandts eingeführt wurde, wäre hier die richtige Alternative“, so Meisenheimer abschließend.

Die Jusos Mannheim treffen sich dienstags zweimal monatlich um 19 Uhr in F7, 22- 23.

 

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